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Braunkohle-Nein e.V.

Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit ?
-
die Wahrheit über Ludger Klus, Teil II

Unser Vereinsmitglied Daniel Schönfelder hat im Internetportal http://www.kandidatenwatch.de Herrn Klus gebeten, zu den von uns gegen ihn erhobenen Vorwürfen Stellung zu nehmen. Diese Stellungnahme wollen wir nicht vorenthalten.


11.09.2006
Frage von
Daniel Schönfelder

Guten Tag Herr Klus,

seit Tagen werden in der Öffentlichkeit Berichte von Ihnen abgedruckt zum Thema des Vereins Braunkohle-Nein in Lübtheen. Immer wieder habe ich auch Stellungnahmen von Ihnen gegen diesen Verein gelesen, mit der Begründung, dass sich in dem Verein Herr Udo Pastörs befindet. Nach meinem Wissen hat der Verin über 170 Mitglider von denen P. einer ist. Das ist ein Anteil von 0,58%. Herr P. hat auch dargelegt, dass er nicht als Parteifunktionär eingetreten ist, sondern als betroffener Bürger. Herr P. hat in dem Verein auch keine Funktion. Ich verstehe sicherlich, dass Sie als wenig aussichtsreicher Kandidat der Grünen um jeden Preis Stimmen fangen müssen.

Sie selbst haben auch ein Bündnis gegen die Braunkohle gegründetdas derzeit neben Ihnen ca 2 - 3 Mitglider hat. Es mutet fast an, dass Ihr vorrangiges Ziel nicht die Verhinderung der Braunkohle ist, sondern verletzte Eitelkeit. Das wäre aber für einen Volksvertreter keine gute Ausgangsbasis.

Ich würde Sie bitten, sich zu den in meinen Augen sehr schweren Vorwürfen zu äußern, die man auf der Vereinsseite WWW.BRAUNKOHLE-NEIN.NET unter der Rubrik AKTUELLES erhebt.
Stimmen die Vorwürfe dort, oder nicht?

Ich bin auch Mitglid des Vereins und halte es für die Region auch nicht gut, wenn die NPD in den Landtag einzieht. Für diese Haltung wurde ich seitens der NPD auch schon heftig angegangen. Wenn Sie die 170 Menschen im Verein grundlos beschimpfen, kann ich das nicht verstehen - denn letztendlich ist das Ziel von Ihnen und dem Verein dasselbe - das behaupten sie. Wenn ich mir die Stellungnahme auf den Internetseiten unter www.braunkohle-nein.net zu Ihnen aber ansehe glaube ich das fast nicht mehr.

Ich möchte daher in jedem Falle wissen, ob das was dort steht stimmt. 13.09.2006


Antwort von Ludger Klus

Sehr geehrter Herr Schönfelder,

im September des letzten Jahres waren Sie einer der gut informierten Besucher eines Info - Abends in Lübtheen mit Herrn Dr. Ebersbach vom Bergamt Stralsund. Daran erinnere ich mich gut. Das gilt ebenso für Ihre fundierten Fragen. Ihre realistische Bewertung des Lübtheener Brennstoffs und des seinerzeitigen Stands der Rohstofferkundung konnte ich unterstützen.

  • Unsere übereinstimmende Einschätzung ist inzwischen bestätigt. Das Bergamt hat die seitens des Betreibers begehrte Verlängerung der Aufsuchungserlaubnis abgelehnt. Die Entscheidung ist inzwischen rechtskräftig. Ein Gerichtsverfahren ist nicht anhängig.

 

  • Seit Ende des letzten Jahres gibt es ausserdem einen einstimmigen Beschluss des Ludwigsluster Kreistages gegen neue Probebohrungen und gegen den möglichen Abbau von Braunkohle. - Auf meine ausführliche Antwort an Herrn Munnes, 24.8.2006, darf ich verweisen. In der Sache gibt es nichts Neues. Ferner ist nicht das Braunkohlevorkommen bei Lübtheen Gegenstand Ihres Beitrag. Es geht Ihnen vielmehr um einen Sachverhalt, zu dem ich auf meine Antwort an Herrn Hermann, 8.9.2006, verweisen kann.

 

  • Dass der NPD - Spitzenmann, Herr Pastörs aus Lübtheen, zu den Gründungmitgliedern des Vereins gehört, ist bekannt. Weshalb der Vorstand des Vereins trotz der NPD - Verflechtung und wider besseren Wissens, den Beitritt zum ,Bündnis für Demokratie´ öffentlich propagiert, mögen Sie bitte innerhalb Ihres Vereins klären.

 

  • Dass Sie als Mitglied des Vereins an umfassende Informationen hinsichtlich des beanstandeten Verhaltens des Vorstands interessiert sind, ist selbstverständlich. Sie werden mir zustimmen, dass dieses Kandidatenforum dafür jedoch nicht vorgesehen ist. Deshalb gestatten Sie mir folgenden Vorschlag:

 

1. Lassen Sie sich vom Vorstand des Vereins die vollständige Akte seines Verfügungsverfahrens gegen mich, u.a. wegen der beanstandeten NPD - Verflechtungen, dass er mangels Aussicht auf Erfolg nicht fortsetzte, aushändigen.

2. Umfassende Informationen, Dokumente usw., die damit im Zusammenhang stehen biete ich Ihnen an. Diese könnten ebenso geeignet sein, die bisher veröffentlichten ,Verfolgungstheorien´ des besagten Vorstands zu erhellen. Einen Termin dafür können Sie telefonisch vereinbaren.

Zwei kurze Anmerkungen seien mir dennoch gestattet:

a) Initiativ bin gegen den Vorstand Ihres Vereins bisher nicht tätig geworden. Das werde ich auf künftig so handhaben. Dass ich seine Öffentlichkeitsarbeit und die so transportierten Inhalte richtigstelle und bewerte, kann erwartet werden und bedarf keinerlei Rechtfertigung. Das gilt insbesondere, wenn ein persönlicher Bezug gegeben ist.

b) Zwischenzeitlich bewirkte ein gewisser ,Beobachtungsdruck´ der zuständigen Stellen offenbar auch Umorientierungen bei Mitgliedern des Vereins. Das entbindet den Vorstand jedoch nicht von der Pflicht, die seit mehr als einem Jahr überfälligen Entscheidungen zu treffen. Insofern bleibt auch in dieser Hinsicht sein Verhalten zu beanstanden. Daraus eine ,Beleidigung´ aller Vereinsmitglieder zu konstruieren, ist der Vernunft nicht zugänglich und daher nicht zu kommentieren.

Der Stellevertretende Vorstand Ihres Vereins bestritt inzwischen die Ablehnung seines beantragten Beitritts zum ,Bündnis für Demokratie´ und behauptet, dass es ein Schreiben vom 15. August 2006 gar nicht gäbe und zitiert seinerseits ,fragmentarisch´ aus einem Schreiben vom 17. August 2006, mutmassliches Zustellungsdatum des genannten Schreibens, wie folgt:

 

,... dass derjenige, der sich für Demokratie und Toleranz in unserem Lande engagiert, in seinen eigenen Reihen dazu beitragen muss, dass Positionen und Personen sich diesem Ziel verpflichtet sehen." Der Vorstand des Vereins unterschlägt, dass es im Schreiben des Herrn Dr. Jäger lückenlos wie folgt weitergeht: ... Ist diese Voraussetzung erfüllt, würde es mich freuen, wenn der Verein "Braunkohle-Nein" sich unserer Initiative anschließt. Nach der Landtagswahl und der erfolgten Konstituierung des neuen Landtages wird die CDU-Landtagsfraktion ihre Initiative wieder aufgreifen und fortführen....´

Also: Erst, wenn die gewünschte Voraussetzung erfüllt ist, wird die CDU - Landtagsfraktion den Initiativantrag des Vereins wieder aufgreifen und fortführen. Das ist eindeutig und lässt keinen Raum für Missverständnisse. Weshalb der Vorstand Ihres Vereins bekannte Dokumente allerdings gekürzt und damit sinnverändert zitiert und veröffentlicht, wird er Ihnen sicherlich erklären können.

  • Dass besagter Vorstand nach eigenem Belieben ein ,Dosier´ über mich erstellen und auf der Internetseite seines Vereins veröffentlichen würde, hat er mir freundlicher Weise am 11. 9. 2006 avisiert. Der Wert ist mit Hinweis auf die seitens des Vorstands praktizierte und sinnverändernde Verwendung bekannter Dokumente hinreichen bestimmbar. Der Zweck ergibt sich selbsterklärend.

 

  • Dass Sie mit Ihrer Anfrage auf das unmittelbar zuvor avisierte ,Dosier´ des Vorstands Ihres Vereins reflektieren, mag sich ausschliesslich aus der Zufälligkeit der Ereignisse ergeben, war aber wohl nicht zu vermeiden.

 

  • Sollten Sie es dennoch vorziehen, weitere Überlegungen auf der Grundlage eines anonymen Eintrags anzustellen, der seit geraumer Zeit in das Gästebuch der Stadt Lübtheen unter www.Luebtheen.de eingestellt wird, bitte ich Sie herzlich, sich zunächst um die Aufhebung der Anonymität des Users zu bemühen. Dass der stellvertretende Vorstand des besagten Vereins dieses unterlässt und sich vielmehr den anonymen Eintrag zu eigen macht und Sie mittels Link - Hinweis darauf aufmerksam macht, überrascht nicht wirklich und erklärt sich von selbst.

 

  • Nun, Herr Schönfelder, dieses Kandidatenforum bietet die Kategorie ,Allgemeine Unterhaltung´ nicht an. Mit gewissem Erstaunen nehme ich dennoch zur Kenntnis, dass Sie sich im Rahmen dieses Forums, u.a. zu meiner Kandidatur für Bündnis 90 / Die GRÜNEN, in Motivforschung und Spekulationen verlieren. Das habe ich von Ihnen nicht erwartet. Also habe ich mich auch damit kurz zu befassen

1. Dass meine ,Eitelkeit´ (sicherlich mit durchschnittlicher Ausprägung vorhanden) verletzt sein soll durch die fruchtlose Aufforderung, NPD - Spitzenpersonal bereits im Juli letzten Jahres und noch vor Rechtskraft des Vereins, auszuschliessen, mögen Sie vermuten oder glauben. Das stört mich nicht, ist vielleicht amüsant.

2. Dass im weiteren Schritt der Vorstand des Vereins seine Verfügungsklage gegen mich mangels Erfolgsaussicht vorzeitig beendete und somit der NPD - Listenführer, Herr Pastörs, auch Gründungsmitglied des inzwischen rechtskräftigen Vereins werden konnte, soll meine Eitelkeit nun noch tiefer als tief getroffen haben, mögen sie glauben. Nun, auch Humoristisches kann in Glaubensangelegenheiten durchaus entkrampfend wirken.

3. Dass die bei mir vermutete ,Profilierungssucht´ derart ausgeprägt sein soll, um mich mangels eines Listenplatz nun über Bündnis 90 / Die Grünen als trojanisches Pferd der DKP - Altstalinisten in den Landtag zu ,putschen´, übersieht, dass für ein derartiges Vorhaben Mehrheiten notwendig sind, von denen selbst die sogenannten ,grossen´ Parteien weit entfernt bleiben werden. - Wieder in der Realität angekommen reduziert sich die von Ihnen vermutete Ausprägung wieder auf ihre Ausgangsgrösse, nämlich Null. Und das ist gut so. Das trojanische Pferd soll zwischenzeitlich als zweite Inkarnation von ,Bruno´, dem Problembär, des öfteren in den finsteren Wäldern um Lübtheen gesichtet worden sein. Aufgeklärte Zeitgenossen, die nicht der ,Spökenkiekerei´ verfallen sind, behaupten, es sei als grosser Esel des Edelmanns, J. .- P. .Schulze von Anonymus zu Hamburg, wieder aufgetaucht. Es soll, so geht die Mär, vor eine Apotheke gekotzt haben, wie es sonst eher den ,Braunen´ nachgesagt rd. - Also, Herr Schönfelder, lassen Sie doch bitte diese törichten Dinge einfach bei Seite. In der Sache, die Ihrem Beitrag zugrunde liegt, kommen wir dann schneller voran. Das unterstütze ich gerne. Bis dahin

mit den besten Grüssen nach Melkof

Ludger Klus


Zu Ihrer Stellungnahme, Herr Klus, einige Anmerkungen:

1. Falsch ist Ihre Behauptung, Herr Klus, die Ablehnung der Verlängerung der Aufsuchungserlaubnis der MIBRAG, Probebohrungen durchzuführen, sei inzwischen rechtskräftig. Richtig ist, dass das Widerspruchsverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Die Tatsache, dass noch kein Gerichtsverfahren anhängig ist, bedeutet nicht, dass das Widerspruchsverfahren abgeschlossen ist und sich die Sache erledigt hätte.

Weshalb behaupten Sie hier etwas Falsches, Herr Klus ? Wieso täuschen Sie die Bürger mit derartigen Aussagen ? Welche Interessen Ihrerseits stecken dahinter, die Bürger zu täuschen und sie in einer nicht gegeben Sicherheit zu wiegen ?

Bereits nach Ihrer Veranstaltung vom 2. September 2006 haben Sie einen völlig sinnentstellten Pressebericht in der SVZ vom 10./11.9.2005 ("Bergamt dämpft Tagebau-Ängste") lanciert, wonach "keine Veranlassung für beunruhigende Berichte über den bevorstehenden Tagebau in der Griesen Gegend" bestehe.

 

2. Herr Klus, Sie behaupten wahrheitswidrig, unser Beitrittsgesuch zum "Bündnis für Demokratie" sei von Herrn Dr. Jäger mit Schreiben vom 15. August 2006 abgelehnt worden.

Entgegen Ihrer Darstellung  haben wir das ►Schreiben des Herrn Dr. Jäger vom 17. August 2006 nicht "gekürzt und damit sinnverändert zitiert und veröffentlicht", sondern für jeden einsehbar vollständig abgebildet.

Sie behaupten weiterhin und wahrheitswidrig, dass das Schreiben vom 15. August 2006 stamme und das von uns angegebene Datum des 17. August 2006 das "mutmaßliche Zustelldatum" sei. Das ► Schreiben des Dr. Jäger vom 17. August 2006 haben wir zur Einsichtnahme in diesem Portal eingestellt. Offenbar sind Sie des Lesens nicht mächtig, Herr Klus, wenn Sie das Erstellungsdatum eines Schreibens mit dem (vermeintlichen oder mutmaßlichen) Zustelldatum verwechseln. Oder geben Sie in Ihren Schreiben nur das mutmaßliche Zustelldatum an ? Dann sind Ihre Schreiben  aber mit der gebotenen Vorsicht zur Kenntnis zu nehmen.

Dem Schreiben des Dr. Jäger vom 17. August 2006 lässt sich - entgegen Ihrer  wahrheitswidrigen Behauptung - entnehmen, dass unser Beitrittsgesuch nicht abgelehnt wurde. Auch dies erschließt sich bei der Lektüre des Schreibens jedem des Lesens kundigen Bürger.

Woher nehmen Sie die Dreistigkeit, Herr Klus, dies aber zu behaupten und unserem Verein Etikettenschwindel und Täuschung der Öffentlichkeit vorzuwerfen ? Die in Ihrer Stellungnahme vorgenommenen Relativierungen und Stellungnahmen sind ein untauglicher Versuch, Ihre Lügen und Halbwahrheiten in ein für Sie besseres Licht zu rücken.

 

3. Herr Klus, Sie haben in Ihrem Leserbrief in der SVZ vom 5. September 2006 wahrheitswidrig behauptet, vor Gründung des Vereins (d.h. vor dem 18. Mai 2005) "den Ausschluss von Herrn Pastörs und seinen Gefolgsleuten gefordert zu haben." Sinngemäß führen Sie  weiter aus, dass Herr Pastörs nur Gründungsmitglied werden konnte, weil wir Ihren Forderungen nicht nachgekommen seien. Nunmehr stellen Sie auf die "Rechtskraft" des Vereins ab. Die Gründung und die Rechtskraft durch Vollziehung der  Eintragung ins gerichtliche Vereinsregister sind zwei verschiedene Sachverhalte, Herr Klus.

 

4. Zu unseren weiteren Vorwürfen entbehrt Ihre Stellungnahme jeglichen Inhalts. Herr Klus, erklären Sie sich bitte, weshalb Sie zu unserer Informationsveranstaltung vom 12. September 2005 in Lübtheen von Ihrem Wohnort Leussow aus mit der falschen Begründung, es gebe Übergriffe, die Polizei verständigt haben. Wieso schreiben Sie auf Ihrem Geschäftsbriefkopf im Namen des Vereins vom Vorstand nicht autorisierte Briefe an Bundestagsabgeordnete ? Wieso bezeichnen Sie sich wahrheitswidrig als Mitglied der Bürgerinitiative ? Wieso bestreiten Sie hinterher wahrheitswidrig, sich als Mitglied der Bürgerinitiative ausgegeben zu haben ?

Wir warten gespannt auf Ihre weitergehenden Stellungnahmen, Herr Klus !!!

 

"Bürgerbewegung Braunkohle-Nein" e.V. - Der Vereinsvorstand


Anmerkung:

Bis heute liegt keine Stellungnahme des Herrn Klus zu den oben aufgeworfenen Fragen vor. Soviel zum Thema Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit des Herrn Klus


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